LS17 – Spielreview
0

LS17 – Spielreview

Nov 01 Laura_Z  

Landwirtschafts Simulator 2017

Spielreview nach Langzeittest

Seit nun fast einer Woche ist der Landwirtschaftssimulator 2017 veröffentlicht. 
Die Spieler können wieder mit einem Haufen neuer Maschinen Felder bewirtschaften, Tiere züchten 
oder Bäume pflanzen und fällen.

Wir haben das Spiel ausgiebig 60 Stunden lang getestet und wollen euch hier nun 
unsere ersten Eindrücke schildern.

Grafik

Grafisch hat sich am LS17 seit dem letzten Teil für PC, dem LS15, einiges getan. Leider nicht an allen Stellen, 
wo es Bedarf gegeben hätte, aber insgesamt gab es doch viele positive Veränderungen.

Die größten Veränderungen gab es scheinbar an der Umgebung. Hintergrund, Gebäude, 
Bäume und Pflanzen; alles wurde deutlich verbessert und ist nun wesentlich ansehnlicher 
als noch zuvor im LS15. Die Pflanzen auf den Feldern sehen nun noch realistischer aus. 
Bäume scheinen nun endlich wirklich rund und nicht mehr so eckig wie früher. 
Dies zeigt sich vor allem auch daran, dass die Bäume nun besser rollen. Schwierig wird das dann, 
wenn man versucht, Stämme auf flache Hänger ohne Rand zu laden.

Die Fahrzeuge haben sich nicht so viel verändert. Nur ihre funktionellen Teile sehen im Betrieb viel 
besser aus als zuvor. Das allgemeine Aussehen war im LS15 schon klasse und ist auch 
jetzt wieder enorm gut gelungen.

Was uns allerdings immer noch etwas fehlt, ist dass die Knöpfe in den Fahrzeugen auch 
eine Funktion hätten. Man muss sie ja nicht mit der Maus bedienen können, aber sie könnten sich 
wenigstens bewegen, wenn man eine Funktion einschaltet.
ls17_ingame01

Technik des Spieles

Technisch gesehen ist am LS17 nur sehr wenig auszusetzen. Die Fahrzeuge verfügen über alle nötigen 
Funktionen, die auch einwandfrei laufen. Die Möglichkeiten sind auf Realitätsgrad ausgelegt 
und nicht auf Einfachheit. Das fordert dem Spieler etwas mehr ab, als noch im LS15, 
aber es erhöht den Langzeitspaß am Spiel.
Die Intelligenz der KI könnte noch einige Verbesserungen vertragen. Sie arbeiten zwar ganz gut, 
aber eben nicht perfekt. KI Helfer vergessen auch mal gerne einige Stellen der Felder.

Die größte Verbesserung liegt bei den größeren Objekten. Im LS17 ist es deutlich einfacher, 
mit Paletten zu arbeiten. Auch Baumstämme lassen sich besser verladen, da sowohl sie, 
die Hänger, als auch die Anbaugeräte zum Aufnehmen der Objekte deutlich verbessert wurden.
Das wohl beste sind aber die Spanngurte. Größere Ladungen sind früher gerne mal von den 
Anhängern gefallen. Das war oft ärgerlich für die meisten Spieler. Dies gehört durch die 
Spanngurte endlich der Vergangenheit an.

Steuerung

Was soll man dazu anderes sagen, als „Wow“?
 Die Steuerung jedes einzelnen Fahrzeuges ist nahezu perfekt. Gut, es gibt verdammt viele Funktionen, 
die man erst mal lernen muss, aber ein intelligentes Hilfe-Menu, dass umspringt, je nachdem ob man 
gerade einen Controller verwendet oder auf Tastatur wechselt, passt sich an und zeigt für alle 
Möglichkeiten die richtigen Hilfen an. Selbst wenn man sich nicht gleich alles merken kann, 
man sieht immer sofort, welche Funktion man wie betätigt.
 Volle Punktzahl von uns für die Steuerung.
LS17-3

Spielumfang

Auch dazu von uns volle Punktzahl.
Beinahe alles, was man als Landwirt so machen kann, ist vorhanden. Von Feldwirtschaft, über Tierzucht, 
bis Forstwirtschaft hat man unzählige Möglichkeiten, Geld zu verdienen. So scheint der LS17 bis jetzt nie 
langweilig zu werden, da stets Abwechslung vorhanden ist.

 Nur anfangs wirkt es etwas langwierig, da die Fahrzeuge teuer und die Einnahmen im Vergleich 
zum LS15 stark gesunken sind.

Spielspaß und Spieldauer

Für jeden ist der LS17 sicherlich nicht so spaßig. Es ist und bleibt eine Simulation. 
Große Story und dramatische Momente sollte man nicht erwarten.
 Für Fans solcher Simulationen bietet der LS17 allerdings enorm viel. Es scheint ein endloses 
Gearbeite auf Feld, im Stall oder im Wald. Aber die Erfolge kommen schnell und daher 
verliert man nur wenig Motivation für die nächsten Arbeiten.
 Recht früh am Anfang entsteht eine Art Suchtgefühl, alle tollen Maschinen besitzen zu wollen. 
Also ackert man von früh bis spät, um sie zu kaufen.
 Und hat man am Ende seine Maschinen, werden die ersten schon wieder zu teuer in der Wartung, 
da sie alt und abgenutzt sind. Also muss man neue kaufen und der Spaß beginnt erneut.

Negativ finden wir allerdings, den sehr langatmigen Anfang des Spieles.
So hat man anfangs nur kleine, recht alte Maschinen. Nicht nur, dass die 
Arbeit damit sehr, sehr lange dauert, sie kosten im Unterhalt bereits sehr viel.
Der Anfang ist daher deutlich zu schwer gestaltet und Fortschritte lassen 
selbst mit mittlerer Schwierigkeit sehr lange auf sich warten.

Einzelspieler Modus

Der Einzelspieler Modus kann manchmal etwas eintönig wirken. Hat man doch oft immer wieder 
die gleichen Arbeitsschritte.

 Hervorragend umgesetzt sind allerdings das neue Missionssystem. Kommt in einem mal Langeweile auf, 
fährt man herum und hilft den anderen Bauern auf ihren Feldern. Nicht nur, dass man ordentlich 
Geld damit verdient, jeder Bauer leiht euch zudem seine eigenen Maschinen und man darf beinahe alle 
Geräte selbst ausprobieren und verdient sogar Geld damit.

Manko am Einzelspieler ist diesmal zum einen das Verkaufssystem. Die Preise
für Ernten aller Art sind enorm gesunken. Selbst auf normalem Schwierigkeitsgrad
dauert es ewig, bis man genügend Geld erwirtschaftet hat.

Der größte Minuspunkt ist allerdings die neu eingeführte Lebensdauer der Geräte.
Bereits nach wenigen Tagen steigen die täglichen Kosten einer Maschine. Irgendwann 
werden die großen, sehr teuren Maschinen unwirtschaftlich und sind beinahe nutzlos, 
da sie mehr kosten, als sie einbringen. Realistisch ist das nicht, halten Traktoren
von MF oder Deutz doch in Realität bei guter Pflege Jahrzehnte.

 Sämtliche Aspekte des Einzelspielermodus konnten wir noch nicht testen. Dafür gibt es wirklich 
zu viel zu entdecken und die 60 Stunden reichten nicht dafür aus.

Der Multiplayer

Eine der besten Verbesserungen hat sich im Multiplayer Modus abgespielt.
 Es ist nahezu dasselbe Spiel, mit Umgebung, Straßenverkehr und sämtlichen Inhalten, 
die auch im Singleplayer vorhanden sind.

 Unterschied zu früher ist aber, alle Spieler arbeiten gemeinsam auf einem Hof und erwirtschaften 
die Profite zusammen. Das Geld wird danach auch gerecht aufgeteilt.
 Im LS17 ist man im Multiplayer kein einfacher Helfer mehr, man ist Teilhaber des Hofes. 
Das hebt den Spielspaß ungemein, da alle Spieler eng zusammen arbeiten und die gleichen Ziele 
verfolgen müssen.

 Für eine solche Verbesserung gibt es auch hier von uns volle Punkte.
ls17_ingame03

Fazit

Der Landwirtschaftssimulator 2017 macht einen deutlichen Sprung in Richtung Perfektion. 
Spielerisch ein wirklich klasse Simulator, wenn auch nicht 100% realistisch. 
Aber man kann ja kaum alles erwarten, wobei es auch ein schmaler Grat 
zwischen Realismus und Spielspaß sein kann.

Der LS17 ist so Umfangreich, dass man gerne über kleinere Mäkel hinwegsehen kann und 
trotz noch vorhandenem Verbesserungsbedarf lange Zeit seine Freude daran haben wird.
 Wir jedenfalls werden den LS17 auch nach diesem Spieletest noch viele, viele Stunden spielen.

Da die positiven Aspekte und die zahlreichen Verbesserungen den kleinen negativen Punkten weit 
überlegen sind, bekommt der LS17 von uns heute auch eine Gesamtnote von 
9,14 von 10 möglichen Punkten.

Landwirtschaftssimulator 2017 - Bewertungsgrafik

Leave a comment

You must be logged in to post a comment.